Eine wahre Herzensangelegenheit –
Gemeinsame Waldzeit mit Eltern des Vereins Rett Deutschland e. V., Landesverband Niedersachsen/Bremen in Hustedt bei Celle.
Am 24. August 2025 hatte ich die besondere Aufgabe, eine Gruppe von Eltern von Kindern mit Rett- Syndrom eine kleine Auszeit im Wald zu schenken. Durch den persönlichen Kontakt zur Mutter eines erkrankten Kindes kam der Kontakt zustande. Einmal im Jahr treffen sich die Eltern zu einer gemeinsamen Auszeit im Freizeitheim Hustedt bei Celle zum Austausch und vor allen Dingen zur Erholung. Denn insbesondere die Eltern sollen sich an diesem Wochenende ihrer eigenen Bedürfnisse widmen; die Kinder werden in dieser Zeit im Hause extern betreut.
Vielleicht ist nicht jedem das sog. Rett-Syndrom bekannt. Ich möchte gern die Beschreibung von der offiziellen Vereinsseite übernehmen:
„Wenn ein Kind sich anfangs scheinbar ganz normal entwickelt – lacht, greift, erste Laute von sich gibt – und dann plötzlich Fähigkeiten wieder verliert, gerät die Welt der Familie aus dem Gleichgewicht. Die Diagnose Rett-Syndrom trifft die meisten völlig unvorbereitet. Das Rett-Syndrom ist eine seltene, genetisch bedingte neurologische Entwicklungsstörung, die fast ausschließlich bei Mädchen auftritt. Die Ursache liegt auf genetischer Ebene, der Verlauf zeigt sich häufig in vier typischen Entwicklungsphasen, die unterschiedlich ausgeprägt sein können.“

So versteht sich von selbst, wie groß und bedeutend ich an die Aufgabe herantrat, dieser Gruppe von ca. 20 Erwachsenen eine besondere Zeit im Wald zu bieten.
Herausfordernd war, eine Waldführung in einem mir vollkommen unbekannten Wald durchzuführen. Da ich mir den Wald stets erst kurz vor einer Waldführung genau ansehe (denn er ändert jeden Tag seine Erscheinung), fuhren mein Mann und ich am Wochenende zuvor nach Celle und besichtigten dort den Wald. Der zuständige Förster, der mir Erlaubnis erteilte, hatte mir in unserem Telefonat einige interessante Informationen geliefert, die ich in meine Vorbereitungen mit einbeziehen konnte.
Die besondere Verantwortung, der mir fremde Wald und auch die Gruppengröße verursachten mir großes Lampenfieber. Aber was soll ich sagen? Die Teilnehmenden sind so herzliche, offene Menschen, dass es mir nicht schwerfiel, ihnen ein paar unbeschwerte Momente mit kleinen Spielen, interessanten Informationen und vor allen Dingen wahre Geschichten über den Zusammenhalt von Baumfamilien näherzubringen.
Ich möchte diese wertvolle Erfahrung nicht missen und hoffe, dass die Eltern mit ihren Kindern auch jetzt noch glückliche Momente der Entspannung in ihrem Wald zu Hause erleben.

Logo des Rett e. v. Deutschland

